STILLE  er-LEBEN

von Markus Stockhausen, Trompeter und Komponist, Kursleiter am Benediktushof

Die Stille ist ein sehr wertvoller Raum. Wir lassen los vom gewöhnlichen Tun, Denken, Erinnern, Vorausschauen, sich Sorgen machen usw. Das Ego tritt zurück, und es taucht eine andere, weitere, tiefere Dimension auf. Stille. In ihr findet ständig Erneuerung statt.

Im Außen verändert sich zur Zeit alles rasant, die Erde und alle Wesen auf ihr befinden sich in einer beschleunigten Transformation. Das kann Angst machen. Der Umgang mit Corona spiegelt uns diese Angst. Aber Innen ist es ebenso. Das Leben erneuert uns in Allem, in rasantem Tempo. Wenig bleibt wie es war. Wenn wir da an alten Strukturen festhalten, festhängen, auf ihnen bestehen, dann gelingt die Transformation nicht, die das Leben mit uns vorhat. Wir SIND ja Teil des Lebens, und Leben ist ständige Bewegung, Veränderung. Außen läuft offensichtlich so vieles schief derzeit, weil die alten Machtstrukturen den wahren Wandel nicht zulassen wollen. Aber er geschieht dennoch.

Wenn wir also wirklich still werden, dann sind wir Zeugen dieser beständigen Neugeburt, die sich in uns und durch uns vollzieht. DU wirst gebraucht, das Leben ruft nach Dir. Erkenne den göttlichen, schöpferischen Impuls, der sich durch Dich offenbaren will, ins Tun, ins Außen, ins Miteinander. So im Einklang gelingt der Wandel und eine neue Welt entsteht, eine bewusstere Menschheit übernimmt Verantwortung für alles Leben hier auf der Erde.

Also: Stille, tiefe Stille, und in und aus ihr: Leben, echtes Leben, ehrlich, wahrhaftig, schön, fröhlich, kraftvoll – ein neues, gelingendes und gesundes Leben.

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