Glossar

Hier finden Sie eine Sammlung an Wörtern und Fachbegriffen, die Ihnen den Zugang zu Themen und Angeboten des Benediktushofes erleichtern können. Kontemplation, Achtsamkeit und Zen-Meditation werden hier ebenso erklärt wie weiterführende Fachbegriffe der Psychologie oder Religionswissenschaft.
Diese Sammlung haben wir nach bestem Wissen und Gewissen zusammengestellt. Natürlich ist die Sammlung noch nicht vollständig. Wir freuen uns über jeden Ergänzungs- und Verbesserungsvorschlag, gerne per E-Mail.

 

Kado (Blumenweg)

siehe Ikebana

Kare-san-sui (Zengarten)

Kare-san-sui (japanisch, „trockene Landschaft“) ist ein japanischer Steingarten, eine Sonderform des japanischen Gartens. Diese auch „Zengarten“ genannte Gartenform besteht nur aus Kies, Steinen und Felsbrocken, außer Moos werden keine Pflanzen verwendet, Wasser wird durch wellenförmige Strukturen in Kies- oder Sandflächen angedeutet.

Kontemplation

„Kontemplation“ ist die Bezeichnung für den mystischen Weg der christlichen Tradition, der in die unmittelbare Erfahrung des Seinsgrundes führt, den Meister Eckhart das „Wesen jenseits aller Formen“ nennt. Wie in jeder mystischen Tradition geht es um eine tiefe Seinserfahrung. Zentrales Element ist dabei das Sitzen in Stille, hinzu kommen begleitende Einzelgespräche, Körpergebet und rezitativer Gesang.

Körpergebet

„Der Seele Freude ist es, im Leibe wirksam zu sein.“ (Hildegard von Bingen) Der Weg in die Ur-Erfahrung des Seins führt über den Körper, der ein wirksamer Begleiter in die Wirklichkeit jenseits aller Worte, Begriffe und Bilder sein kann. Das Körpergebet bedient sich dieser Wirksamkeit: Präsenz im Atmen, Sitzen, Gehen, Tanzen, in Lauten und Körperhaltungen führen in die mystische Erfahrung des alltäglichen Lebens.

Kundalini-Yoga

Kundalini-Yoga ist eine Kombination aus körperlichen sowie mentalen Übungen und Haltungen, die dem Erwecken der Kundalini-Kraft dienen, die als zugleich spirituelle wie physische Lebensenergie verstanden wird und am Fuß der Wirbelsäule schlummert, eingerollt wie eine Schlange. Ziel des Kundalini-Yoga ist das Aufsteigen der Kundalini durch die Chakren bis ins oberste Chakra, in dem sich individuelles und kosmisches Bewusstsein verbinden.

Kurzsesshin

Ein Kurzsesshin gibt die Möglichkeit, sich für ein ganzes Wochenende aus dem Getriebe des Alltags in die Stille zurückzuziehen und Zazen zu üben. Der Kursleiter hält täglich ein Teisho (Vortrag) und bietet die Gelegenheit zum Dokusan (Einzelgespräch). Ein Einführungskurs in Zen ist zuvor erforderlich.

Kyudo (japanisches Bogenschießen)

Kyūdō (japanisch, „Weg des Bogens“) ist eine seit dem 16. Jahrhundert geübte Kunst des japanischen Bogenschießens, die sich formal durch ihren langsamen Bewegungsablauf auszeichnet. Beim Abschuss des Pfeils wird vom Schützen idealerweise „Mushin“ erreicht, d. h. „Nicht-Geist“: absichtslose, reine Präsenz. Das macht den „Weg des Bogens“ zu einer Zen-Kunst.