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Die Zen-Linie „Leere Wolke“ wurde von Willigis Jäger Kyo-un Roshi im Juni 2009 gegründet. Sie ist die erste große eigenständige und unabhängige Zen-Linie in Europa und hat ihren Sitz auf dem Benediktushof in Holzkirchen/Unterfranken.

 

Willigis Jäger Kyo–un Roshi steht zum einen in der Tradition der Sanbô-Kyôdan-Schule, die 1954 von Harada Dai-un Rôshi (1870– 1961) und seinem Nachfolger Yasutani Haku-un Roshi (1885–1973) gegründet wurde. Sie ist eine relativ junge Zen- Richtung und vereinigt die wichtigsten Elemente der Soto- und Rinzai-Schule. Yamada Kô-un Roshi (1907–1989) erteilte Willigis Jäger 1983 die Lehrbefugnis. 1996 wurde durch Kubota Ji’un Roshi, Inka Shômei’ an Willigis Jäger übertragen, die Bestätigung als Zen-Meister und 86. Nachfolger von Shakyamuni Buddha.

 

Am 23. Oktober 2009 wurde Willigis Jäger auch in der chinesischen Chan (Zen)-Linie im Bailin Tempel als 45. Nachfolger von Lin chi (jap. Rinzai) bestätigt. Im Tempel von Meister Joshû übertrug der Chan-Grossmeister Jing Hui im Beisein des Chan-Meisters und Abtes Ming Hai, Willigis Jäger den Dharma.

 

Am 22. August 2010 übertrug Willigis Jäger am Benediktushof den Dharma an Doris Zölls und Alexander Poraj, und bestätigte sie als 46. Nachfolger von Lin chi (Rinzai). Gleichzeitig ernannte er sie zu seinen Nachfolgern in der Zen-Linie Leere Wolke.

 

Merkmale der Zen-Linie von Willigis Jäger sind

 

  • Sitzen in Stille (Zazen)
  • Koan-Arbeit, individuelle Führung
  • Offenheit für alle Menschen
  • absolute Freiheit in Bezug auf Konfessions- und Religionszugehörigkeit
  • Integration der neuzeitlichen Erkenntnisse
  • Ausrichtung auf die Lebenssituation des heutigen Menschen

 

Das Ziel der von der Zen-Linie Leere Wolke angebotenen Übungspraxis ist die Klarheit der Zen-Erfahrung selbst, die Erfahrung der Non-Dualität des Seins inmitten des Alltags des 21. Jahrhunderts.

 

Damit überschreitet diese Übung jeglichen bildhaft-konfessionellen Ausdruck. Die Zenlinie Leere Wolke sieht sich als neuen und eigenständigen Ast eines bereits vorhandenen „Zen-Baumes‟, dessen Wurzeln in den Erfahrungen Buddhas und der Patriarchen gründen.

 

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