So-Sein

Wenn wir Kindern beim Spielen zuschauen, können wir Erwachsene beobachten, dass sie mit all ihren Sinnen bei dem sind, was sie gerade tun. Sie sind in der Gegenwärtigkeit, in diesem Moment. Es gibt für sie keine Vergangenheit, keine Zukunft – nur diesen Augenblick. Diese Fähigkeit verlieren wir leider im Laufe des Heranwachsens. Es fällt uns schwer, einfach nur so zu sein. Mit unseren Kursen im Oktober möchten wir Sie dabei unterstützen, wieder in diese Gegenwärtigkeit zu kommen und das “So-Sein” zu erleben.

ZUSATZKURS: Grundlose Freude – ein Schreibretreat
So. 02.10. – Mi. 05.10.
Anna Platsch

Aus der inneren Freude heraus zu leben – welch eine Befreiung. Glück, aus der Illusion zu fallen, dass irgendetwas aus der Außenwelt unser Sehnen erfüllen könnte. Grundlose Freude, nur so im Sein da sein. Das birgt in sich auch eine Auflösung der Polarität – leise Freude, einfach so, an nichts gebunden. Wir lassen uns vom Schreiben führen. Vielleicht kommen wir erst einmal an unseren Versuchen vorbei, Freude an etwas im Außen zu binden, geben dann unsere Worte frei, vorauszugehen in einen offenen Raum, aus dem sich der Duft grundloser Freude entfalten mag.

MSC – Unsere mitfühlende Stimme entdecken
So. 02.10. – Fr. 07.10.
Peter Paanakker 

Blitzschnell kann das Leben aus den Fugen geraten – auch am Arbeitsplatz. Hohe Anforderungen benötigen ein hohes Maß an Einsatz. Wenn etwas schiefläuft, dann sind wir sehr schnell dabei, uns innerlich selbst zu verurteilen: “Warum schaffe ich das nicht?”, “Was stimmt mit mir nicht?”. In diesen Tagen üben wir Selbstmitgefühl auf der Basis von Achtsamkeit und erleben, wie wir uns selbst und unsere Beziehungen mit warmherziger, verbundener Präsenz unterstützen können.

Hoffnung durch Handeln – der Klimakrise begegnen: mit Achtsamkeit und Naturerfahrung
Fr. 07.10. – So. 09.10.
Angela Deyerling und Tilman Reuter

Die sog. Klimakrise ist nicht nur eine äußere, sondern auch eine persönliche und innere Krise, auf die wir mit Ängsten, Verzweiflung und oft auch mit Rückzug reagieren. In diesem Kurs möchten wir den Raum öffnen, um uns diesen Ängsten zu stellen, sie zu erforschen und zu hinterfragen: Was ist unser persönlicher Anteil an dieser Krise? Wie können wir ihr mutig und achtsam begegnen? Warum reagieren wir so oft mit Verdrängung und Abwehr? Wie können wir uns und andere stärken? Mit diesen Fragen werden wir uns auseinandersetzen und individuelle Ansätze finden.

Die Seele über den Körper berühren – Einführung in die Initiatische Leibarbeit
So. 09.10. – Mi. 12.10.
Bettina Skowronnek

Wie viel leichter und entspannter fühlt sich unser Leben an, wenn wir uns getragen fühlen. Gerade in diesem Gehaltensein erleben wir uns sicher und geborgen. Dürfen wir diese Erfahrung machen, dann können wir uns entspannen, einsinken und niederlassen. Es breitet sich in uns etwas aus, das wir damit beschreiben können: Die Seele wird durch den Körper berührt! Wir sind in der Tiefe, im Innersten bewegt oder berührt. Es wird in diesen Tagen eine Einführung in die Initiatische Leibtherapie nach Karlfried Graf Dürckheim gegeben.

Heilende Erinnerungen
So. 09.10. – Mi. 12.10.
Uwe Minde

Wie in Samenkörnern sind auch in uns alle Informationen für unsere Entfaltung enthalten. Bei optimalen Bedingungen wächst die Pflanze und gedeiht. Wenn die Bedingungen jedoch ungünstig sind, bleibt sie hinter ihren Möglichkeiten zurück. Damit wir unser Potenzial leben können, bedarf es ebenfalls optimaler Bedingungen. Eine Kindheit unter unzureichenden Bedingungen wird stets erinnert und bildet die Grundlage dafür, wie wir das Hier und Jetzt erleben und gestalten. Al Pesso und seine Frau Diana Boyden entwickelten therapeutische Techniken, die den Erinnerungen an Defizite, Traumata und zu früh übernommene Verantwortung ihren Einfluss nehmen.

Der Weg, die Wahrheit und das Leben Hinführung zur Kontemplation
Fr. 14.10. – So. 16.10.
Claus Eurich

Kraft und Klarheit kommen aus der Stille und einer Haltung der Hingabe. So geschieht aus tiefer Gottessehnsucht, was im Wort verborgen ist: con – eins werden mit templum – dem Innersten, dem Heiligsten, dem “Göttlichen”. Die Wahrheit spricht aus der Verkündigung: Sanftmut, Liebe, Vergebung, Einfachheit und eine entsprechende Klarheit. Diese reift auf dem Weg der Stille und der Haltung, mit der ich mich auf Kissen oder Hocker begebe und wieder aufstehe.

Welle ist Bewegung und Klang
So. 16.10. – Fr. 21.10.
Christian Bollmann und Zuzana Sebkova-Thaller

Chan Mi Gong ist eine uralte tibetische energetische Methode, die von der Erfahrung ausgeht, dass die Wirbelsäule die Leit- und Verteilerstelle der Energien ist, die unser Körper aus dem Kosmos aufnimmt. Durch eine besondere Schulung der Sinne mit Hilfe der Vorstellung lernen die Teilnehmenden die Wirbelsäulenschwingung wahrzunehmen, mit ihr in Resonanz zu gehen und sie mit Hilfe des Atems zu steigern, um sie als Welle, Wirbel und Spirale in den Körperinnenräumen zu entfalten und als Bewegung oder Klang weiter zu formen. Wir werden eine tiefe Entspannung und Belebung unseres Körpers erfahren.

Von Sufi-Mystikern lernen
So. 16.10. – Di. 18.10.
Brigitte Dorst

Das zentrale Thema der Sufis ist immer: Liebe. Alle Bemühungen auf dem Sufi-Weg sind darauf gerichtet, die Fähigkeit zu lieben weiterzuentwickeln. Wesentliche Hinweise für den spirituellen Weg wurden in den Sufi-Traditionen immer wieder auch über Lehrgeschichten, Gedichte und Symbole vermittelt. Symbole sind etwas sehr Geheimnisvolles. Sie berühren und inspirieren uns auf tiefen Ebenen der Seele. Die Arbeit mit Symbolen gehört zu den Methoden des Lernens auf diesem Sufi-Weg.

Das Labyrinth – Symbolik, Hilfe und Inspiration
Fr. 21.10. – So. 23.10.
Gernot Candolini

Das Labyrinth ist ein altes und derzeit wieder häufig verwendetes Symbol für den menschlichen Lebensweg. Der Weg zur Mitte ist verschlungen und voller Wendungen, in denen sich die eigenen Wende-Erfahrungen des Lebens spiegeln. Nach einer Einführung in die Geschichte und Bedeutung des Labyrinths werden der Mythos vom Minotaurus, aber auch biblische Geschichten und Märchen erzählt und ihr faszinierender Inhalt aufgeschlüsselt.

Enneagramm – Vertiefung: Persönlichkeit als Sprungbrett
So. 23.10. – Mi. 26.10.
Xenia Pompe

Das Enneagramm ist eines der tiefgründigsten Modelle, mit dem man Persönlichkeit verstehen kann. Als spirituelles Modell gibt es mit den sogenannten “Heiligen Ideen” Hinweise auf objektive Sichtweisen der Realität. Ein mögliches Ziel der spirituellen Arbeit mit dem Enneagramm ist es, Zugänge zu diesen Sichtweisen zu schaffen und mit dem in Kontakt zu treten, was jenseits der Typstruktur liegt. Je öfter wir dort verweilen, umso mehr kann sich die Identität vom Persönlichen hin zum Universalen verschieben.

Gemeinsam erleben – Kontemplation für Eltern mit Kindern ab 7 Jahren
Fr. 28.10. – So. 30.10.
Daniel Rothe

Wer die Welt entdecken will, schaut, hört, riecht, schmeckt, tastet, spielt, fragt, denkt, ist einfach da und staunt. Kinder können das meist noch und sind dabei absichtslos, achtsam und präsent – ganz in der Gegenwart. Das können wir von den Kindern lernen und darin können wir sie bestärken. Beim Verweilen in der Gegenwart sind wir in Kontakt mit dem Geheimnis unseres Lebens, das viele Menschen Gott nennen. Wir können dabei Lebendigkeit sowie Verbundenheit mit uns selbst, unseren Mitmenschen und der ganzen Schöpfung erfahren und uns in die Haltung von Vertrauen und Mitgefühl einüben.

MBCT – Einführung
So. 30.10. – Di. 01.11.
Silke May

Erwartungen, Ansprüche, Vergleiche, Meinungen und Urteile können uns tiefes Leid erfahren lassen. Im MBCT (Mindfulness-Based Cognitive Therapy) werden diese Denkprozesse erforscht und ihnen gegenüber eine achtsame Haltung eingeübt – hier und jetzt, in der Gegenwart. MBCT verbindet das klassische MBSR-Programm mit Elementen der kognitiven Verhaltenstherapie. Entwickelt als Prophylaxe für chronische Depressionen, widmet sich dieses Programm insbesondere den Denkstrukturen und deren Zusammenhang mit den Stimmungen und Körperempfindungen.

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