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Sommerfestival "Zen zwischen Tradition und Moderne", 25./26. Juni 2011

 

Beim diesjährigen Sommerfestival wehte ein Hauch von China durch den Benediktushof. Zahlreiche Workshops, Vorträge und Vorführungen ließen den Zengeist zwischen Tradition und Moderne spüren.

(Bilddokumentation hier)

 

Festakt zur Gründung des „Institutes West-Östliche Weisheit“

 

Die Stiftung „West-Östliche Weisheit - Willigis Jäger Stiftung“ lud an diesem Samstag, den 25.6. zu einem besonderen Anlass ein, der Gründung des „Institutes West-Östliche Weisheit“, zu dem 180 Gäste und Interessierte, Freunde und Freundinnen des Hauses erschienen.

 

Das Institut betreut und führt den neu installierten Studiengang „Spiritualität und Interkulturalität“ an der Universität Freiburg aus, der im Sommersemester 2012 beginnen soll. Willigis Jäger dankte in seinen Grußworten dem Chan Meister Jing Hui für seine Impulse, Zen im Westen ins 21. Jahrhundert zu transportieren und honorierte die Leistung von Prof. Dr. Dr. Bernhard Uhde, der vorrangig an der Installierung des Kontaktstudiengangs beteiligt ist.
 
Nachdem sich Chan Meister Jing Hui, der mit einer Delegation von Mönchen, Künstlern und Laien für das Festwochenende aus China angereist war, für die Einladung bedankte, führte er in einer kurzen Ansprache in das Wesen und Ziel des Zen ein. Dabei betonte er die Erfahrung unseres wahren Wesens, die zur Entwicklung von Barmherzigkeit und selbstloser Liebe führt.
 
Prof. Dr. Dr. Bernhard Uhde von der Universität Freiburg stellte den Gästen den Verlauf einer Studiengangsgründung dar. Er verwies auf die vielfältige Skepsis (“Wie kann man Spiritualität überhaupt studieren?“), mit der das Vorhaben beäugt wurde und auf die Überzeugungsarbeit, die es auf den verschiedenen Ebenen einer Katholisch-Theologischen Fakultät zu leisten gab.
 
Der Kontaktstudiengang erstreckt sich über 4 Semester und kann berufsbegleitend, nach Art eines online basierenden Fernstudienganges, durchgeführt werden. Dabei geht es um die Zusammenführung von Theorie und Praxis, was in dieser Art einzigartig in Deutschland ist.
 
Den Festvortrag „ Sein und Zeit beim Zenmeister Dogen Zenji“ hielt Prof. Dr. Ryosuke Ohashi. Fachlich fundiert und zugleich poetisch versiert, führte er in die Erfahrungswelt des Gründers der japanischen Soto-Zenschule ein und schenkte den Zuhörern einen ganz eigenen Geschmack von Sein und Zeit. „Wenn wir nicht wissen, was die Zeit in Wahrheit sei, wissen wir auch nicht, was das Sein in Wahrheit sei“.
 
Zuletzt wurde im Rahmen des Festaktes das im Kreuz Verlag neu erschienene Lexikon „West-östliche Spiritualität“ von Prof. Dr. Dr. Bernhard Uhde, vorgestellt, das von der West-Östliche Weisheit - Willigis Jäger Stiftung kürzlich herausgegeben wurde.
 
Insgesamt kann der Benediktushof und die Stiftung auf einen gelungenen Festakt zurückblicken, der durch die musikalische Begleitung von Mao Zhao, Musikstudent an der Stuttgarter Musikhochschule, auf der Violine und von GuQin-Meister Zhang Zisheng aus China eine besondere Note erhielt.
 

Sommerfestival
 
Ein Hauch von China wehte bei dem diesjährigen Sommerfestival „Zen zwischen Tradition und Moderne“ über dem Benediktushof und hinterließ einen ganz besonderen Eindruck bei den ca.150 Gästen.
 
Traditionell chinesische Zen-Künste wurden in einzigartiger Weise vorgeführt: zahlreiche chinesische Kalligraphien, die den Gewölbesaal des Benediktushofes schmückten, nahmen die Besucher mit auf eine Zeitreise in die Welt der chinesischen Nachfolger Buddhas; meditative Mönchsgesänge und die feinen Klänge der Gu Qin begleiteten die in tiefer Hingabe zelebrierte Teezeremonie der chinesischen Tee-Meisterin Liu Di; und Weihrauchrituale und Kalligraphie Vorführungen machten das Zen des Ostens erlebbar.    
 
Das Eintauchen in die chinesische Tradition des Zen wurde durch den einwöchigen Besuch des Chan Meister Jing Hui aus China möglich, der im Jahr 2009 das Dharma an Willigis Jäger übertrug und ihn zum 45. Nachfolger von Lin Ji (Rinzai) ernannte. Auf seiner diesjährigen Deutschlandreise wurde Jing Hui von zahlreichen Mönchen, Künstlern, Meisterinnen und berühmten Gelehrten aus China begleitet, die mit viel Engagement ihre Tradition vermittelten.
 
Neben der Tradition gab es verschiedene Workshops und Vorträge, die Zen in der Moderne thematisierten. Wo findet es sich in der modernen Architektur wieder, im Wirtschafts- und Berufsalltag? Wie beeinflusst Zen die Partnerschaft? Wie verhält es sich mit dem Denken und der Spiritualität des Westens und des Ostens?
 
Die Gäste konnten an mehreren Workshops teilnehmen, und den Zen-Geist erleben. So gab es die Möglichkeit, Zen-Koans zu spielen, Elemente des Butoh-Tanzes kennen zu lernen und sich mit der Kalligraphie oder dem I Ging, dem ältesten Weisheits- und Orakelbuch, zu beschäftigen.
 
Begleitet wurde das Festival immer wieder von Zeiten der Stille, dem Einlassen auf die Übung des Zen, und, nicht zu vergessen, von herrlichen Gaumenfreuden aus der West-Östlichen Benediktushofküche.
 
Zum Abschluss des Festivals am Sonntagmittag versammelten sich im Innenhof der ehemaligen Klosteranlage alle Referenten und Gäste noch einmal und beschlossen das von vielfältigen Eindrücken erfüllte Festwochenende mit guten Wünschen für die Welt.
 
 
Susanne Schwinn und Doris Zölls, Juli 2011
 
 
 
 

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