Kontemplation Drucken

Inhalt und Struktur der Kontemplationslinie "Wolke des Nichtwissens Willigis Jäger"
 
Im folgenden Beitrag wird das inhaltliche und strukturelle Selbstverständnis der neu gegründeten Kontemplationslinie vorgestellt.
 

In den vergangenen 2 Jahren gingen mit der Gründung der "West-Östlichen Weisheit Willigis Jäger Stiftung" strukturelle Veränderungen einher, die in vielfacher Weise Klärungsprozesse in Gang brachten.
 
Mehrere Treffen und Tagungen der "Würzburger Schule der Kontemplation (WSDK)" fanden statt, um das Verhältnis zur neugegründeten Stiftung zu klären und neue Strukturen zu finden.
 
Innerhalb dieses Klärungsprozesses hat sich Willigis Jäger entschieden, eine eigene Kontemplationslinie zu etablieren. Diese soll einerseits die von ihm vertretene kontemplative Ausprägung repräsentieren und weiterentfalten, andererseits die Kontemplation in der "West-Östlichen Weisheit - Willigis Jäger Stiftung" vertreten.
 

 

Willigis Jägers Stellungnahme zum inhaltlichen Verständnis seiner Kontemplationslinie:
In den Jahrhunderten ihrer geschichtlichen Entwicklung hat die Kontemplation zahlreiche Stadien durchlaufen. Begriff und Inhalt von Kontemplation wurden und werden auch in der Neuzeit verschieden gedeutet.
 
Auch in der WSdK gibt es offensichtlich verschiedene Ansichten zum Verständnis was Kontemplation ist.
 
Mystikerinnen und Mystiker aller Konfessionen, wie Marguerite Porete, Meister Eckhart, Johannes Tauler, Johannes vom Kreuz, Teresa von Avila, auch der Autor der ‚Wolke des Nichtwissens’, Gerhard Tersteegen und Jakob Böhme, um nur die wichtigsten zu nennen, bezeugen die Erfahrung einer non-dualen Ebene. Diese Erfahrung der Nondualität, die ich auch selber bezeugen kann, ist der Kern der Kontemplation, der immer unverändert bleibt. - Es geht mir darum, diesen Kern wie er von den oben genannten Vertretern erfahren wurde, aufzuzeigen und zu lehren.
 
Das Universum ist eins. Das sagt uns heute auch die Quantenphysik. Im Grunde gibt es weder ein eigenständiges Ich noch ein absolutes Gegenüber, so wenig wie eine Welle vom Ozean getrennt sein kann. Jesus drückte es mit den Worten aus: „Ich und der Vater sind eins“. Das kann auch jeder von uns sagen. Das ist der Kern der neutestamentlichen Botschaft und letztlich auch der Grund, warum Jesus nach so einer Lebensdeutung umgebracht wurde.
 
Diese Seinserfahrung ist Voraussetzung und Ziel aller Religionen und kann von keiner Religion für sich allein beansprucht werden. Sie ist eine transkonfessionelle und transpersonale Erfahrungsebene. Sie öffnet die Ich-Eingrenzung und führt aus dem „Egotunnel“ (Metzinger) heraus in eine große Verbundenheit und Seinseinheit.
 
Uns dorthin zu führen, ist die eigentliche Aufgabe der Religion. Kontemplation führt in ein neues menschliches Selbstverständnis, in die Erfahrung dieses meines wahren Wesens und in die Erkenntnis, wer ich wirklich bin, und warum ich in diesem zeitlosen Universum für ein paar Jahrzehnte existiere. Mich als Manifestation dieses zeitlosen Urgrundes zu erfahren und zu feiern, ist der Sinn des kontemplativen Weges.
 
Die kontemplative Übung, die in diese Erfahrung führen kann und uns die
Wirklichkeit jenseits unseres Ich erkennen lässt, besitzt zwei Schwerpunkte:
Die Bewusstseinsvereinheitlichung mittels eines Fokus (Atem, Laut, Herzensgebet).

Die Bewusstseinsentleerung, die nichts festhält was im Bewusstsein auftaucht. Die Leere als Urgrund aller Formen.
 
Mehr dazu habe ich in meinem neuen Buch „Kontemplation – ein spiritueller Weg“ dargelegt. Ich bitte euch, dieses Buch zu lesen. Wer damit einverstanden sein kann, ist herzlich eingeladen in meiner Linie zu lehren.
 
Für die von mir bereits ernannten Lehrer/innen ist mir wichtig, dass alle, die den
kontemplativen Weg, wie oben beschrieben, mit mir gehen und andere auf ihrem Weg begleiten wollen, noch einmal in einen meiner Kontemplationskurse zu kommen um im Einzelgespräch Klarheit zu schaffen.
 
Wenn nach einem solchen Gespräch die betreffende Person sich dazu entscheidet, den Weg der Kontemplation, wie ich ihn lehre, weiterhin zu gehen und zu lehren, stelle ich ihr/ihm ein neues Zertifikat aus, das sie als Lehrer/in der „Wolke des Nichtwissens“ – Kontemplationslinie Willigis Jäger, bestätigt.
Diese Kontemplationslinie ist eine wichtige Säule und Teil der Stiftung „West-Östliche Weisheit“ und in ihr beheimatet. Die WSdK, die sich künftig als Plattform für je eigene Linien verstehen kann, soll weiter bestehen.
Willigis
 
 
Strukturen der Kontemplationslinie:
Willigis Jäger hat eine spirituelle Leitung berufen, welche in der Zukunft gemeinsam im Mehrheitsprinzip Lehrer ernennen kann.

Dieser Leitung gehören an:
Fernand Braun, Beatrice Grimm, Franz Nikolaus Müller, Petra Wagner.
 
Diese spirituelle Leitung übernimmt auch die Führung des operativen Geschäftes
- Umsetzung der Beschlüsse des Beirates
- Vorbereitung der Treffen und Tagungen
- Administrative Tätigkeiten
Für die Öffentlichkeitsarbeit ist Sven-Joachim Haack dabei.
 
Beirat
Zur inneren Ausgestaltung der Kontemplationslinie hat Willigis Jäger einen Beirat ernannt, der unter seiner und später unter der Leitung der Vier die spirituelle und organisatorische Entwicklung verantwortet.

Diesem Beirat gehören folgende Lehrerinnen und Lehrer an:
Fernand Braun,
Beatrice Grimm,
Sven-Joachim Haack,
Harald Homberger,
Anne Höfler,
Franz Nikolaus Müller,
Margitte Niederstucke,
Ursula Pöppinghaus,
Jan Sedivy,
Johannes Sell,
Petra Wagner,
sowie ein Vertreter des Benediktushofes. Dieser Platz wird gegenwärtig von
Alexander Poraj wahrgenommen.
 
Dieser Beirat ist für sieben Jahre berufen. Bei Ausscheiden eines Mitglieds kann Willigis Jäger eine Person nachbenennen. Falls dies nicht möglich ist, erfolgt die Berufung durch die neue Leitung.
 
Die Aufgabe dieses Beirates besteht darin die Kontemplation, wie sie Willigis Jäger lehrt, in der entsprechenden Weise weiter zu vermitteln.
Aufnahme weiterer Lehrerinnen und Lehrer
zur Mitwirkung in der "Wolke des Nichtwissens" sind alle von Willigis Jäger ernannten Lehrerinnen und Lehrer eingeladen. Dies gilt auch für alle von ihm Ernannten über die WSdK hinaus.

Die Aufnahme in die Linie setzt die Zustimmung zum Selbstverständnis der Kontemplationslinie, die Teilnahme an einem Kurs mit Willigis Jäger und ein Einzelgespräch mit ihm voraus.
 
Der "Wolke des Nichtwissens - Kontemplationslinie Willigis Jäger" zu folgen, bedeutet nur dieser Linie anzugehören. Die Mitgliedschaft in der WSdK als einem Forum kontemplativer Traditionen bleibt davon unberührt und ist weiterhin möglich.
 
Es kann da auch jede/r eine eigene Linie verfolgen.
Diejenigen, die mit Willigis Jäger den Weg der neuen Kontemplationslinie gehen wollen, sind eingeladen, sich bis zum Mai 2012 zu melden.
 
Festliche Einweihung der Linie
Geplant ist, die "Wolke des Nichtwissens - Kontemplationslinie Willigis Jäger" beim Sommerfestival 23./24. Juni 2012 offiziell zu begründen.
 
Spirituelle Leitung Kontemplation, Juli 2011
 

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