Sommerfestival „Zen zwischen Tradition und Moderne“ Drucken

Ein Hauch von China wehte bei dem diesjährigen Sommerfestival „Zen zwischen Tradition und Moderne“ über dem Benediktushof und hinterließ einen ganz besonderen Eindruck bei den ca.150 Gästen.

Traditionell chinesische Zen-Künste wurden in einzigartiger Weise vorgeführt: zahlreiche chinesische Kalligraphien, die den Gewölbesaal des Benediktushofes schmückten, nahmen die Besucher mit auf eine Zeitreise in die Welt der chinesischen Nachfolger Buddhas; meditative Mönchsgesänge und die feinen Klänge der Gu Qin begleiteten die in tiefer Hingabe zelebrierte Teezeremonie der chinesischen Tee-Meisterin Liu Di; und Weihrauchrituale und Kalligraphie Vorführungen machten das Zen des Ostens erlebbar.     

Das Eintauchen in die chinesische Tradition des Zen wurde durch den einwöchigen Besuch des Chan Meister Jing Hui aus China möglich, der im Jahr 2009 das Dharma an Willigis Jäger übertrug und ihn zum 45. Nachfolger von Lin Ji (Rinzai) ernannte. Auf seiner diesjährigen Deutschlandreise wurde Jing Hui von zahlreichen Mönchen, Künstlern, Meisterinnen und berühmten Gelehrten aus China begleitet, die mit viel Engagement ihre Tradition vermittelten.

Neben der Tradition gab es verschiedene Workshops und Vorträge, die Zen in der Moderne thematisierten. Wo findet es sich in der modernen Architektur wieder, im Wirtschafts- und Berufsalltag? Wie beeinflusst Zen die Partnerschaft? Wie verhält es sich mit dem Denken und der Spiritualität des Westens und des Ostens?

Die Gäste konnten an mehreren Workshops teilnehmen, und den Zen-Geist erleben. So gab es die Möglichkeit, Zen-Koans zu spielen, Elemente des Butoh-Tanzes kennen zu lernen und sich mit der Kalligraphie oder dem I Ging, dem ältesten Weisheits- und Orakelbuch, zu beschäftigen.

Begleitet wurde das Festival immer wieder von Zeiten der Stille, dem Einlassen auf die Übung des Zen, und, nicht zu vergessen, von herrlichen Gaumenfreuden aus der West-Östlichen Benediktushofküche.

Zum Abschluss des Festivals am Sonntagmittag versammelten sich im Innenhof der ehemaligen Klosteranlage alle Referenten und Gäste noch einmal und beschlossen das von vielfältigen Eindrücken erfüllte Festwochenende mit guten Wünschen für die Welt.

 

 

Festakt zur Gründung des „Institutes West-Östliche Weisheit“

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