SYMPOSIUM HEILEN - DEMENZ VORBEUGEN - HEILSAMER UMGANG MIT DER ERKRANKUNG


Kursnummer 19SY04
Beginn Fr., 22.11.2019, 18:00 Uhr
Ende So., 24.11.2019, 13:00 Uhr
Dauer 3 Tage (2 Übernachtungen)
Kursgebühr 250,00 € (zzgl. Verpflegung 60,00 €) zzgl. Übernachtungskosten
Kursleitung Beatrice Grimm
Dokumente


"Wir sind mehr als wir zu denken wagen."
(Willigis Jäger)

Der Mensch ist integrierter Bestandteil eines intelligenten
Kosmos. Wie wir denken, fühlen und handeln, manifestiert
sich in unserer Entwicklung, Gestaltwerdung und Gesund-
heit. Geist und Materie bilden eine Einheit. Krankheit ist da-
her mehr als die Symptome, die uns plagen. Sie verweist
uns auf Zusammenhänge, die wir durch Stress, Ängste,
durch unsere Geschichte und/oder die Umwelt verloren
haben.

Ist Demenz die Krankheit des 21.Jahrhunderts?
Die Anzahl der Menschen mit Demenz ist gestiegen und steigt
weiterhin. Jeder zweite Deutsche befürchtet, den Verstand zu
verlieren. Was können wir tun, wenn das Gedächtnis streikt?
Und wie gehen wir damit um, wenn ein Mensch, der uns nahe-
steht, sich nicht mehr erinnern kann? Was bedeutet das psy-
chisch, spirituell und kulturell?

"Mitten im Winter habe ich erfahren, dass es
in mir einen unbesiegbaren Sommer gibt."
(Albert Camus)

Dieses Symposium möchte Mut machen.

Resilienz, die seelische Widerstandskraft, kann bei Betrof-
fenen und Angehörigen wirksam gefördert werden.

Es gibt ressourcenorientierte Therapieformen.

Die Fachreferent/-innen des Symposiums werden in Vorträgen
und Workshops aufzeigen, wie es gelingen kann, der Demenz
vorzubeugen und die Selbstheilungskräfte des Gehirns recht-
zeitig zu aktivieren. Es werden Erkenntnisse aus Studien der
Demenzforschung vorgestellt.

Die Referent/-innen:

Siegfried Charlier
Diplom-Supervisor, Lehrsupervisor, Fachbuchautor, Projekt-
leiter für gerontopsychiatrische Fortbildung und Palliativ Care

Vortrag: Demenz - Die Krankheit des 21. Jahrhunderts.
Die Seele kann nicht dement werden. Wie ist die aktuelle Situ-
ation? Wo wollen wir hin? Mitmenschlicher Umgang der Nächsten-
liebe, Wertschätzung (Validation).

Dr. med. Irene Bopp-Kistler
Internistin und Geriaterin, leitende Ärztin der Memory-Klinik
des Züricher Waidspitals, Lehrbeauftragte der Universität Zürich.
Seit vielen Jahren engagiert sie sich in den Medien für eine Ent-
tabuisierung der Demenzerkrankung. Sie ist Mitglied in vielen
Gremien. Unter anderem beteiligte sie sich aktiv an der Ausar-
beitung und Umsetzung der nationalen Demenzstrategie der
Schweiz.

Vortrag: Vom Loslassen

PD Dr. med. Dipl. chem. Thomas Polak
Oberarzt, Facharzt für Neurologie, Psychiatrie und Psychothera-
pie am Universitätsklinikum Würzburg, Leiter AG Frühdiagnose
von Demenzen, Labor für neurovaskuläre Diagnostik

Vortrag: Organisation einer Langzeitstudie in Würzburg
mit europaweiter Kooperation über sechs Jahre zur frühen Diag-
nosemöglichkeit der Alzheimer-Demenz. Aktueller Stand der For-
schung und Ausblick.

Moetu Tahia
Maori und Stammesälteste vom Stamme der Tuhoe, eine der
anerkanntesten traditionellen spirituellen Heilerinnen Neusee-
lands.

Vortrag: In unserer Tradition ist Demenz keine Krank-
heit. Der Geist geht zwischen die Welten, um die Aufgabe zu er-
füllen für die die Person ursprünglich hergekommen ist. Der phy-
sische Körper ist präsent und der Geist vollendet seine Arbeit.

Barbara Schenkbier
Heilpraktikerin, Yogalehrerin, Kontemplationslehrerin der Würz-
burger Schule der Kontemplation. Zentrum für Naturheilkunde und
Yoga. Mitbegründerin des Verlags Via Nova, erfolgreiche Autorin
zahlreicher Bücher.

Vortrag: Demenz vorbeugen. Mögliche Ursachen, die ei-
ne Demenz im Alter begünstigen. 7 Gründe einer gesunden Er-
nährung und 5 Säulen der Lebensführung, die eine altersbeding-
te Demenz vorbeugen helfen. Was können wir tun, wenn das Ge-
dächtnis streikt?

Christine Vogt und Assistenz
Regisseurin für Inklusives Theater/Kulturwissenschaftlerin, M.A. Dozen-
tin. Lehrbeauftragte an der FH Potsdam, Akademie für Bildende Künste
München, Sigmund Freud Universitäten Berlin/Wien, Dozentin in der
Behinderten-und Altenhilfe. Biografiebasierte Theaterarbeit mit Men-
schen mit Demenzerkrankung in Berlin, Brandenburg und in der Schweiz.
Inszenierungen mit demenziell erkrankten Darstellern und Künstlern.

Vortrag mit Film und Interview: Kreativität und Demenz.
"Wir sind Endlebenskünstler" Portrait eines besonderen Theateren-
sembles.

Dr. med. Johannes Wilkens
Ärztlicher Direktor der geriatrischen Rehabilitationsklinik Alexander
von Humboldt in Bad Steben. Autor zahlreicher Bücher zum Thema
Alterserkrankungen (Krebs, Demenz, Morbus Parkinson, Schlaganfall)
aus der Sicht der anthroposophischen Medizin.

Vortrag: Wie lässt sich die Demenz als moderne medizinische
Aufgabe verstehen und welche Möglichkeiten der Therapie bietet die
integrative Medizin?

Workshops mit den Referent/-innen:

Siegfried Charlier:
Vertiefung/Fragen zum Vortrag, Wertschätzung - Validation

Moetu Taiha:
Vertiefung/Fragen zum Vortrag

Christine Vogt:
Durch spielerische Kommunikation erfahren die Teilnehmenden
Präsenz und Erweiterung ihrer Kreativität. Anhand eines zur Ver-
fügung gestellten Fotos wird die biografiebasierte Theaterarbeit
der PAPILLONS praktisch erprobt.

Bitte zu diesem Workshop bequeme Kleidung und Schuhe mit-
bringen.

Alev Aliye Kowalzik, Heilmusikerin
spielt vor und nach den Vorträgen.

Abschluss mit Clown Nikolosi

Leitung: Beatrice Grimm