/ Kursdetails

(Un-)sicher gebunden – wie Körpergebete uns helfen


Kursnummer 27EJ02
Beginn So., 10.10.2027, 18:00 Uhr
Ende Di., 12.10.2027, 12:00 Uhr
Dauer 3 Tage (2 Übernachtungen)
Kursgebühr 230,00 € (zzgl. Verpflegung) zzgl. Übernachtungskosten
Kursleitung Eva Maria Jäger

Die ersten Erfahrungen mit unserem Körper, die ersten Kontakte, Berührungen und Begegnungen konnten wir uns nicht aussuchen. Und gerade diese haben großen Einfluss auf unsere Haltung zum Leben, zu uns selbst und zu anderen. Das hat die Bindungsforschung der vergangenen Jahre immer wieder bestätigt. Fast scheint es darauf hinauszulaufen, dass die einen eben „Glück“ hatten, sichere Bindung zu erleben. Andere müssen dafür – mehr oder weniger bewusst – ihr Leben lang mit Unsicherheiten oder Ambivalenzen kämpfen.

Als Erwachsene können wir in erheblichem Maß aktiv mitbestimmen und Einfluss auf unsere Entwicklung nehmen. Eine frei gewählte Gottesbindung kann „reparieren“, was Menschen nicht immer gelingt. Das läuft idealerweise nicht nur über die intellektuelle Ebene, den sogenannten Top-down-Prozess von oben nach unten, sondern auch über körperliche Angebote, Bottom-up-Prozesse.

Wie Gottes Wort raumschaffend, nährend, stabilisierend, stützend und schützend „in den Körper“ kommen kann, ist das Thema dieses Kurses. Der Kurs greift dabei auch Erkenntnisse der neueren Kognitionswissenschaften zum Embodiment auf. Psalmworte aus der Bibel werden in Verbindung gebracht mit Bewegungen, die Leib und Seele guttun. Mit jeder langsamen Wiederholung können die Psalmworte tiefer in den Körper sinken und ihren Nährwert entfalten, ja „innerlich verkostet“ werden.

Kurselemente:
Körpergebetspraxis, Theorie zu Embodiment und Bedürfnismodellen aus der jüdisch-christlichen Tradition, Einüben von Psalmworten.

Die Teilnahme erfordert keine besonderen körperlichen Voraussetzungen.